Sellin
Das beliebte Ostseebad Sellin liegt im Landkreis Rügen. Das bekannte Ostseebad Sellin liegt im Osten von einem sehr ausgedehnten Küstenhochwald. Eine Besonderheit ist, dass das Städtchen Sellin an der Ostsee als auch am Selliner See liegt. Dieser ist auf der Westseite von Mönchgut über eine Bucht mit dem Greifswalder Bodden verbunden. Das Städtchen Sellin gehrt neben den Städten Binz und Göhren zu den wichtigsten Badeorten auf der Insel Rügen. Die Wilhelmstraße mit ihren schönen, prächtigen Häusern, die aus der Ursprungszeit der Bäderarchitektur stammen, und hinauf führt zu der 30 m hohen Steilküste, wo man auch über eine recht steile Treppe zur Seebrücke hinabgelangt.

Seebrücke in Sellin
Längste Seebrücke
Das Städtchen Sellin besitzt mittlerweile die mit 394 Metern die längste Seebrücke auf der wunderschönen Insel Rügen. Seit dem Jahre 1991 wurde der alte Ortskern im Rahmen von der Städtebauförderung sehr gründlich saniert.
Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind die Galerie Hartwich, die sich im alten Feuerwehrhaus befindet, das Bernsteinmuseum. Hierzu gehört auch eine eigene Werkstatt und natürlich die Gnadenkirche, eine evangelische Kirche in der August-Bebel-Straße. Zur Gemarkung der Stadt Sellin zählt auch der in der Granitz liegende und zum Reservat erklärte Schwarze See.
»Rügensches Frühstück«
Besonders zur guten Küche gibt es hier einiges zu erzählen. Bereits im Jahre 1795 berichtete der Rügenreisende Johann Friedrich Zöllner über das sehr gute »Rügensches Frühstück«. Es bestand aus geräuchertem Aal, Schinken, Kalbsbraten, Pökelfleisch, Zunge mit Portwein sowie Branntwein. Die Bewohner der Insel kochten jedoch wesentlich bescheidener. Aus der Region um Mönchgut weiß man im Jahre 1850: Morgens gab es hier gesalzenen oder auch gedörrten Fisch, nun bereits mit Kartoffeln, am Nachmittag gab es Kornkaffee mit Butter- oder Schmalzbrot, am Abend Gerstensuppe oder Hering mit Kartoffeln. Das absolute Sonntagsgericht war Eierkuchen mit Backpflaumen. Ein frisches Mittagessen gab es oft nur 2 mal in der Woche.
Hausmannskost aus der Inselküche
Mittlerweile gibt es sie wirklich, die Inselküche. Hierzu gehört vor allem Hausmannskost. Nach den Tagesausflügen und nach längeren Wanderungen – und somit kurz vor dem Hungertod – dürfen sie bedenkenlos das erstbeste Lokal stürmen. Besonders gerne wird hier natürlich der fangfrische Fisch gegessen. Schließlich ist man hier ja auf einer Insel!

