Leuchtturm mit Blick auf Rügen

Rügens Geschichte

Funde nahe der Insel Rügen weisen auf eine Besiedelung bereits in der Steinzeit hin. Auf der ganzen Insel Rügen findet man Steindenkmäler, wie Großsteingräber als auch Opfersteine. Früher zählt man die Bewohner der Insel Rügen zum ostgermanischen Stamm der Rugier. Sie gaben der Insel auch ihren Namen.

Ab dem 7. Jahrhundert erschufen die Ranen auf der Insel Rügen und an der umliegenden Küste ein Reich, welches die Geschichte des Ostseeraumes sowie auch des umgebenden obodritischen und liutizischen Festlandes entscheidend mitbestimmte. Die Grundlage für die sehr starke militärische Stellung bildeten die ranische Flotte. Dänemark, das zu jener Zeit zwar in Britannien als auch in Skandinavien besonders erfolgreich war, konnte seinen ranischen Konkurrenten weder wirksam beikommen noch vor ihnen schützen.

Dänische Herrschaft

Der dänische König Waldemar sowie sein Heerführer und Berater zerstörten im Jahre 1168 den Svantovit-Tempel. Sie beendeten damit die territoriale sowie die religiöse Eigenständigkeit der Ranen.

Unter der dänischen Herrschaft veränderte das Fürstentum der Insel Rügen sein Gesicht. Es wurden dänische Klöster gegründet. Deutsche Kolonisten wurden nach Rügen geholt und stellten alsbald den überwiegenden Bevölkerungsteil da. Das slawisch-kulturelle Element ging verloren, auch mangels der eigenen slawisch-kirchlicher Strukturen. Neben der Besiedlung des Landes, dem Kloster- als auch dem Kirchenbau, wurden Städte gegründet. Im Jahre 1234 gründet Wizlaw I Stralsund. Im Jahre 1304 verwüstete ein Sturmhochwasser die gesamte Insel. Nach dem Tod von Wizlaw III kam das Land infolge der im Jahre 1321 geschlossenen Erbverbrüderung an Pommern. Später kam es dann zu Schweden. Es wurde aber bald den Schweden wieder entrissen.

Die schöne Halbinsel Jasmund war nach dem 30 Jährigen Krieg im Besitz vom schwedischen General Gustav Wrangel.

Nationalsozialismus

Während des Nationalsozialismus baute die Organisation der Kraft durch Freude auf der Insel Rügen das große Seebad Prora. Jene Arbeiten wurden jedoch nicht beendet. Es liegt nördlich von Binz. Teile von diesem Bau werden immer noch genutzt. So unter anderem für ein Museum.